Reinhold Keck (dr)   Herbert Schwarzfischer (bs)   Helmut Süttner (git)  Jockl Peithner (voc, git)  

Drei Jahrzehnte und zehn Alben gibt es sie nun schon und die „Saccos“ haben jede Menge Geschichten zu erzählen. Geschichten aus dem Musikerleben, mit allen Ups and Downs, Hoffnungen, Rückschlägen und Erfolgen:

SACCO & MANCETTI, ein Stück deutsche Rock-History. Die Musiker sind daneben auch tätig in durchaus bürgerlichen Berufen, was sich aber nicht ausschließt sondern im Gegenteil ergänzt und befruchtet. Ein Sänger und Gitarrist, der als Architekt Papstkreuze entwirft und Krankenhäuser baut, ein Bassist, der als Rechtsanwalt Millionenprozesse führt, ein Schlagzeuger, der als Medien-Designer Kreatives materialisiert und ein zweiter Gitarrist, der als Sozialarbeiter mit einem Inklusionsprojekt Platten produziert.

Die Saccos zeigen seit 30 Jahren eine Haltung, die sagt, wir gehen da durch, unseren eigenen Weg, und wir gehen diesen Weg gegen alle Widerstände und ohne Rücksicht auf Zeitgeist, Moden, Mainstream oder Kollateralschäden, es wird nie aufgegeben sondern immer weitergemacht, und zwar laut. Rock`n Roll halt.


Begonnen hat alles 1986 in Regensburg. Fünf junge Wilde gründen eine Band, zunächst spielt man über Jahre in Süddeutschland jeden greifbaren Laden. Thomas Gottschalk entdeckt die Truppe dann 1989 für ein Major-Label, darauf geht es Schlag auf Schlag. 1990 der Radio-Hit „Rainbows End“, Konzertreisen, TV. Von Berchtesgaden bis Flensburg, von Wien bis Zürich wird alles bespielt, alle paar Jahre ein neues Album mit besten Kritiken, mit Fans weltweit, bis heute. Von der Urbesetzung sind noch dabei Jockl Peithner und Herbert Schwarzfischer. Reinhold Keck („The Animal“) und Helmut Süttner („The Rock“) sind 2002 bzw. 2008 eingestiegen.

Und nun wäre man wieder bei den Geschichten: Container voller Sacco-Platten, die im Hamburger Hafen liegenbleiben, was letztlich einen Welthit sabotiert, Geschichten von großen A&R-Visionen und Luft-Nummern, von Aufnahme-Sessions im legendären Can-Studio in Köln oder einem Recordingtrip nach Memphis Tennessee, von Freiluft-Shows bei 20 Grad unter Null, von Engagements als Begleitband der Fürstin Gloria von Thurn und Taxis, vom denkwürdigen Konzert 2010 in der Justizvollzugsanstalt Landsberg am Lech und Geschichten, die man hier besser nicht aufschreibt...

HIGHTIME, das langerwartete zehnte Album von Sacco & Mancetti erschien im April 2016: eingespielt wurde in Spanien, abgemischt von Top-Produzenten Simon Heyworth in London. Die Band konnte einen ganz eigenen Sound einfangen, mag es an der relaxten Studiosituation in Spanien liegen. HIGHTIME zeigt, was die Qualität von Songs und Produktion angeht, eine deutliche Weiterentwicklung zu den Vorgänger-Alben und hat alle Zutaten für einen neuen Klassiker. Beeindruckendes Songwriting, coole, kraftvolle und stoische Grooves, ausdrucksvolle Stimmen und Gitarren, die singen und weinen, aber auch krachen und scheppern. 14 Titel, stilistisch zwischen modern R&B und Westcoast, mit unverkennbaren Wurzeln im Country und erfrischenden Ausflügen in neue musikalische Gefilde.

Reifer sind sie über die Jahre geworden, die Saccos, natürlich, aber nicht alt und schon gar nicht ruhiger