BRIXEN, Südtirol +++ Altstadtfest +++ TVA

Die SACCO's in BRIXEN vor gewaltiger Domkulisse:
"Brixen in Südtirol ist eine von Regensburgs Partnerstädten – die Idee, dort ein Altstadtfest zu machen, haben sich die Brixener vom Regensburger Bürgerfest abgeschaut. Auch musikalisch ist Regensburg dort vertreten: Denn am Brixener Domplatz hat gestern Abend die Regensburger Band “Sacco & Mancetti” gespielt." (TVA-29.08.2016)


FESTIVAL D'AMATO +++ "Forever young" +++ SZ

Die älteren Herren von "Sacco & Mancetti" sind beim D'Amato-Festival schon Kult. Älterwerden macht milder und leiser? Nicht zwangsläufig. Zumindest nicht die Musiker von Sacco & Mancetti, die am Freitagabend das gut gefüllte D'Amato-Festzelt rocken. Hart, temperamentvoll und kein bisschen leise.

Ab halb zehn gehört die Bühne Sacco & Mancetti, die fast ausschließlich eigene Songs spielen: Jockl Peithner und Gitarrist Helmut Süttner, beide ebenfalls im Westernlook, Bassist Herbert Schwarzfischer, der mit seiner Sonnenbrille ein bisschen wie Jack Nicholson aussieht. Und Drummer Reinhold Keck mit langer Mähne. Die Band ist offenbar ein Generationen übergreifendes Projekt: Denn als Background- sängerinnen haben sie sich zwei junge Mädchen gesucht, beide noch keine 20.

Vor allem gegen Ende des Konzerts zeigt sich: Die Saccos können nicht nur laut; da mischen sich schon mal ein geschmeidiger Reggae oder ein lässiger Country unter, alles klasse gespielt und gesungen. Fast während des ganzen Konzerts wird vor der Bühne getanzt: Schon beim dritten Song kommen drei Frauen nach vorne, ebenfalls im besten Alter, und schwofen, wirbeln und rocken. Die meisten Zuschauer sind zurückhaltender. "Stehts auf und kommts a bisserl vor", fordert Peithner die Leute auf, die sich dann doch noch trauen. Und die, die auch nach der zweiten Zugabenrunde geblieben sind, hätten gerne noch länger weiter getanzt.

Süddeutsche Zeitung vom 07.08.2016


SCHAFFERHOF +++ "Grandioser Abend" +++ ONETZ

Ein begeisterter sächsischer Fan stieg zur Band auf die Bühne und meinte: "Ihr erlebt hier einen Meilenstein der Musikgeschichte." Zwar hatten ihn alle belächelt, doch im Laufe des Abends konnte sich keiner mehr entziehen. Das, was die "alten Herren" von "Sacco & Mancetti" aus Regensburg ablieferten, war erste Sahne. Lockere Sprüche, das Spiel mit den Emotionen der Zuschauer, humorvolle Ansagen und absolut starker Sound prägten den Abend. Der Funke sprang sofort über. Die Tenne war brechend voll, Fans waren aus allen Richtungen angereist.

Die "Saccos" präsentierten meist Songs aus ihrer aktuellen CD "Hightime", laut und rockig der "Monkey man", bei dem die beiden E-Gitarren um die Wette jaulten. Ein ekstatisches Drumsolo lieferte Reinhold Keck mit langem Blondhaar ab. Und dann waren da noch die Geschichten, die Jockl ständig erzählte. Etwa von ihren Aufnahmen in einer Finca auf Mallorca oder von ihrer Zeit in Memphis. Zwischendurch kamen auch Songs aus dieser Zeit zum Zug, etwa "Permanent Slave" oder "Beautiful Thing" - dazu entlockte Helmut Süttner seiner E-Gitarre kunstvolle Töne und dem Publikum Begeisterungsrufe.

Den Vollblutmusiker zeigte Jockl sogar in der Pause, als er einen "Stargast" auf die Bühne holte und mit ihm im Duett spielte, statt zu pausieren. Mit seiner Mundharmonika stampfte Sepp Graf, ehemaliger "Sacco", über die Holzdielen und auf die Bühne und begeisterte das Publikum mit rockig-bluesigen Stücken.  Einige Zugaben später verabschiedete sich die Band mit einem Sound-Inferno.  ("Der Neue Tag" - 15.06.2016 - Bild: gge) 

Enthusiastische Amateure                                                                                                                       Bühnen Oldies voller Emotionen


"LIVE @ THE SPEISESAAL" +++ CLASSIC ROCK

Deutschlands beste Westcoast-Band mit einem hinreißenden Live-Doppelalbum: LIVE@THE SPEISESAAL  (Beale Records / Rough Trade)

Die eher unverhofften Freuden sind im Leben bekanntlich oft die schönsten - mit diesem Doppelalbum verhält es sich ähnlich. Eigentlich wollten Sacco & Mancetti ihren Auftritt in der Landesvollzugsanstalt Landsberg eigentlich gar nicht auf CD veröffentlichen. Erst beim Abhören der Bänder kam ihnen die Idee. Die Regensburger Band, die 1990 mit "Rainbow's End" einen unverhofften Charterfolg hatte und sich seitdem still und heimlich zu einer europaweit geschätzten Live-Attraktion in Sachen Westcoast-Rock gemausert hat, spielt hier mit einer Souveränität auf, die einen fast sprachlos macht. Man meint Tom Petty's Heartbreakers an einem besonders guten Tag zu erleben: die Rhythmusgruppe groovt mit derselben stoischen Kraft wie Steve Ferrone und Howie Epstein, die Gitarren jaulen und knarzen prächtig. Aber fast noch erstaunlicher: die durchgängig hohe Qualität von Lader Jockl Peithners Songwriting. Wäre der Mann Amerikaner und nicht Oberpfälzer, er würde in einer mit Platin-Scheiben vollgehängten Villa in Nashville residieren.  (CLASSIC ROCK, November 2010)

Classic Rock